Analytische Hypnose - im Dialog mit dem Klienten

Analytische Hypnose (oder Hypnoanalyse) klingt in meinen Ohren irgendwie furchteinflößend. So wie die "Tiefenanalyse" bei Freud, mit Rorschachtests und tiefenpsychologischen Trauma.

Vorstellungen von einem Hypnotiseur, der mit Stift und Papier jede Formulierung seines Klienten notiert und ausschweifend deutet, drängen sich auf.

Ich kann an dieser Stelle beruhigen: So läuft es definitv nicht.

 

 

Als Analyse wird im Gebiet der Hypnose die Vorgehensweise bezeichnet, in der der Kunde in Trance mit dem Hypnotiseur spricht. Es wird nicht ausschließlich mit Suggestionen durch den Hypnotiseur gearbeitet, sondern im Dialog gemeinsam nach Ursachen für z.B. Phobien gesucht. 

Da Gedächtnis und Unterbewusstsein unter Trance "leichter" zugänglich sind als im Normalzustand, können während einer solchen Sitzung Gedankengänge oder vielleicht sogar schon bestehende Lösungen zu Tage befördert werden, auf die bisher kein Zugriff möglich war.

 

Eine gängige Vorgehensweise für eine Hypnoanalyse ist der Aufbau verschiedener Szenarien wie dem "perfekten Tag", dem "inneren Haus" oder dem "Blick auf das eigene Leben". Unter Anleitung des Hypnotiseurs werden in der Phantasie Umgebungen erschaffen, die einen Überblick oder Möglichkeiten zur Veränderung bieten. Da die Erlebnisse in einer solchen Sitzung auch nach der Trance erhalten bleiben (eine Sitzung wird nie einfach vergessen!),  können diese Erkenntnisse auch nach der Sitzung weiter durchdacht und das eigene Leben bei Bedarf angepasst werden (bei Bedarf auch mithilfe weiterer Sitzungen).

 

In jedem Fall ist die Durchführung von analytischen Hypnosen ein spannendes und forderndes Gebiet, da Ablauf und Erleben nie vollkommen vorhersehbar sind und sich sogar identische Szenarien in jeder Sitzung verändern können.

 

 

Besteht Interesse an der Durchführung einer Hypnoanalyse oder Fragen zu möglichen Einsatzgebieten?

Sprechen Sie mich an, ich berate Sie gern!

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