Allgemeine Fragen zur Hypnose - Teil 1

Um das Thema "Hypnose" ranken sich viele Gerüchte, Fragen und Vorurteile.

Um ein bisschen Licht in das Dunkel zu bringen, habe ich 12 häufig gestellte Fragen in diesem Blog beantwortet.

 

In Teil 1 geht es u.a. darum, was Hypnose eigentlich ist, wie sie sich anfühlt und was passiert, wenn man nicht hypnotisiert werden möchte.

 

1. Was ist Hypnose?

 

Am einfachsten beschreiben lässt sich die hypnotische Trance als veränderter Bewusstseins- oder Gehirnaktivitätszustand. Es gibt verschiedene Arten von Trancen, die für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden.

 

Es gab sehr viele verschiedene Erklärungsansätze, die immer weiterentwickelt wurden.

Die derzeit vermutlich am besten geeignete Definition ist:

 

Hypnose ist eine willentliche Einflussnahme auf die Aktivitäten des Gehirns oder des Bewusstseins und damit ggf. indirekt des Körpers und kann zu verschieden psychischen oder physischen Zuständen führen, die von der Normalfunktion abweichen und zu unterschiedlichen Zwecken, beispielsweise im Rahmen einer Therapie, genutzt werden können.

 

 

2. Woher kommt die Hypnose?

 

Die ersten Urformen der Hypnose kommen aus der Neurologie und Psychologie und werden auf die Zeit um 1800 datiert.

 

Die größten Entwicklungen der heutigen Hypnose brachte der amerikanische Psychiater Milton Erickson (1901 – 1980) mit sich, seine Forschungen und Erfolge gelten als Grundlage für die moderne Hypnose.

 

Das Gebiet galt von Beginn an als weitreichend und interessant, u.a. beschäftige sich Sigmund Freud lang mit diesem Thema.

 

 

3. Wie fühlt sich Hypnose an?

 

Jeder empfindet diesen Zustand ein wenig anders. Die einen fühlen sich federleicht, andere fühlen sich angenehm schwer oder wie „in Watte gepackt“. Sehr häufig berichtet wird, dass sie fühlen, wie der Geist zur Ruhe kommt und der Alltagsstress abfällt.

 

Ich persönlich empfinde es als sehr angenehm, ein bisschen wie kurz vor dem Einschlafen. Man ist nicht mehr ganz wach, aber noch nicht eingeschlafen.

 

 

4. Welche Anwendungen sind möglich?

 

Die Einsatzmöglichkeiten der Hypnose sind riesig. Sie reicht von der bekannten Rauchentwöhnung über die Stressbekämpfung bis zur Behandlung von Angststörungen.

 

Der Grund für die Vielfalt ist, dass die Vorgehensweise bei vielen Gebieten gleich ist und nur der Hauptteil verändert wird.

 

Wie bei vielen anderen Berufen auch, gibt es die Möglichkeit, sich auf einzelne Gebiete zu spezialisieren.

 

 

5. Kann jeder hypnotisiert werden?

 

Jeder Mensch der hypnotisiert werden möchte, ist hypnotisierbar.

Es gibt keine bestimmten Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen.

 

Um jedoch eine Gefährdung des Klienten auszuschließen, gibt es einige Kriterien, unter denen nicht oder nur durch medizinisch Befugte behandelt werden darf. Dazu gehören unter anderem:

  • Schwere Herz-Kreislauferkrankungen
  • Depressionen
  • Kürzlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Epilepsie

 

Eine vollständige Liste der Kontraindikationen finden Sie hier.

 

 

6. Und wenn ich nicht hypnotisiert werden will?

 

Dann werden Sie das auch nicht.

Entgegen der häufigen Darstellung im Fernsehen dient Hypnose nicht dazu, Menschen willenlos zu machen und sie verrückte Dinge tun zu lassen. Der eigene Wille ist immer stärker als der Einfluss von außen.

 

Hypnose kann entspannen, helfen, gewünschte Veränderungen zu ermöglichen oder tiefgreifende Probleme lösen.

Niemand wird zu irgendetwas gezwungen, dass er nicht tun möchte oder vor dem er Angst hat.

 

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie mich an, ich helfe Ihnen gern weiter!

 

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